
Warum Wanderfeuer?
Für uns bedeutet das:
Losziehen und niemals stillstehen. Ob gemeinsam oder solo, immer Hand in Hand mit der Natur. Unser inneres Feuer, die Leidenschaft, ist unsere treue Begleiterin auf dieser Reise zu unserem ganz eigenen Pfad.
Wildnisschule Wanderfeuer bedeutet auch: Pfade mit anderen zu teilen. Hände zu halten und auf Stolpersteine hinzuweisen, aber auch das Stolpern selbst zu feiern und wertzuschätzen.
Das Team

Chrissi, die Leiterin der Wildnisschule hat alles aufgebaut und mit großem Engagement andere begeistert, die ehrenamtlich mit Herzblut dabei sind, unvergessliche Abenteuer für Jung und Alt zu zaubern.

Chrissi – Wanderfeuer – ist Wildnislehrerin und systemische Prozessbegleiterin. Sie lebt ihre Leidenschaft für die Natur in einer selbst gebauten Jurte. Sie begibt sich mit Menschen auf Entdeckungsreisen in die Wildnis, erlebt aber auch privat gerne Abenteuer. Außerdem begleitet sie gerne Menschen bei dem Weg zu sich selbst. Mehr über ihre individuelle Lebensreise weiter unten.

Josi – einfühlsames Falkenherz – Schon als Kind konnte sie eher Vogelarten bestimmen als Mama sagen. Mit dem Studium im Ökolandbau wurde ihre Leidenschaft für den artgerechte Anbau von Lebensmitteln vertieft. Sie kennt mehr Wildkräuter und deren Verwendung als Chrissi und lebt auf einem großen Grundstück mit ihren Pferden, Schafen, Hund und Katze, liebt das filigrane Fertigen von Schmuck und vermittelt mit Leidenschaft Lagerfeuerküche und Knotenkunde. Sie ist Gründerin von Josis Upcycling Werkstatt. Nur bei Josi gibt es den besonderen Wildnispunsch.

Jule – lustige Schnecke – Als professionelle Kinderpflegerin bringt sie eine Ladung Leidenschaft, Geduld und Ausdauer mit. Mit uns durchstürmt sie jedes Gewitter und sucht sich Herausforderungen, die sie voranbringen. Sie verschenkt großzügig Zeit und Aufmerksamkeit an einzelne Kinder. Oft ist sie die Erste, die morgens aus den Federn springt und das Feuer entfacht. Ihre Schnitzkunst ist schlichtweg atemberaubend. Zusammen mit den Kids werkelt sie an einem geschnitzten Wichteldorf!

Max – strong Lion –ist Erzieher in einer Horteinrichtung. Mit seinem 3. Dan im Karate zerschmettert er Bretter und hat Muskeln aus purem Stahl. Er kann sogar Chrissi ein Stück und fußmüde Kinder kilometerweit tragen. Mit voller Leidenschaft bastelt er gigantische Rührlöffel für den Suppentopf. Dabei kümmert er sich auch intensiv um seine innere Stärke und sein inneres Wachstum. Seine Beziehung zum Wasser entwickelt sich allmählich, aber stetig ;-). In vielen Momenten übertrifft unser starker Löwe sich selbst. Als Sanitäter ist er mit dem 1. Hilfe Set stehts am Start.

Margret ist angehende Wildnispädagogin. Sie hat Ökolandbau studiert und festgestellt, dass sie nicht nur Pflanzen zum Blühen bringen möchte, sondern auch Menschen! Als Gruppenleiterin im Gartenbau gab sie Menschen mit Beeinträchtigungen das passende Betätigungsfeld, wurde dann Heilerziehungspflegerin und arbeitet nun in einer Brennpunktkita. Zusammen mit ihrem Mann und den beiden kleinen Kindern lebt sie den Traum, die Ostsee Etappe für Etappe mit Fahrrädern zu umrunden. Sie liebt Abenteuer und mutige Schritte genauso wie zarte und nahe Momente fürs Herz. Die Kinder-Wildnis-Tage waren die Initialzündung für den Beginn ihrer Wildnispädagogikausbildung! Sie ergänzt unser Team mit ihrer feinen Spürnase für das Gute, bringt viel Wissen, Abenteuererfahrung, ein Händchen für Strickkunst und anderes Handwerk und ein großes Herz mit!

Lia – Als angehende Kinderpflegerin agiert sie einfühlsam und ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ihr Berufsziel? Volltreffer! Sie träumt davon, als Erzieherin oder Streetworkerin mit Menschen zu arbeiten, deren Lebensgeschichten so bunt sind wie ein Regenbogen. Herausforderungen? Kein Problem für Lia! Ohne Vorerfahrung paddelt sie jedes Kanu, sogar stromaufwärts. Und das Beste: Über vergangene Ereignisse zu reflektieren ist mit ihr ein wahres Vergnügen!

Mohamad – Solch seltene Edelsteine wie Mohamad sind schwer zu finden! Zuerst rockte er die Krippe als Kinderpfleger und jetzt bringt er in der Horteinrichtung Schwung in die Bude. Unter dem Sternenhimmel schläft er wie ein König und baut mit den Kids geduldig Hütten, als wären sie aus Lebkuchen. Seine syrischen Gewürzmischungen sind ein wahres Fest für die Geschmacksknospen! Holzarbeit ist sein Ding, und der selbst geschnitzte Löffel ist der Beweis. An der Holzhackstation ist er mit Herz und Seele dabei, und als Sanitäter hat er schon manches Pflaster heldenhaft geklebt.

Chanti – gleich nach der ersten Begegnung mit Chanti war klar: Die gehört ins Team! Mit ihrer Zahnputz-Hymne wird das Zähneputzen zum Rockkonzert. Sie ist nicht nur eine anstrebende Erzieherin, sondern auch eine Rettungsschwimmerin mit Superkräften. Kein Holzscheit ist vor ihr sicher – sie hackt sie durch, als wären sie aus Butter. Ihre ruhige Art ist wie ein Sicherheitsnetz für die Kinder. Und bei der großen Baumpflanzaktion? Da war sie natürlich ganz vorne mit dabei!

Marvin – der Meister der skurrilen Köstlichkeiten! Als Maurer und Kinderpfleger mit einem Herz für die Kleinen, vereint er Kraft und Zartheit wie kein anderer. Von ihm haben wir gelernt, Flohkrebse zu naschen und Grashüpfer zu rösten. Morgens ohne Kaffee? Unvorstellbar! Und Kürbisse? Die zerteilt er im Handumdrehen mit der Axt!

Anita – mit Anita an deiner Seite verlierst du niemals den Mut! Als Kinderpflegerin hat sie ein Supergehör für Nachtgeräusche und immer den perfekten Plan. Wenn die Stimmung im Keller hängt, zaubert Anita mit einem Satz ein Lächeln herbei. Sie ist klar, präsent und hat den Fokus auf das Wichtigste. Ruckzuck verwandelt sie mit den Kids Brennnesseln in köstliche Nudeln!

Regine – Tapferes Eichhörnchen – ist als Mama vom “Chilligen Biber” jederzeit bereit für Abenteuer! Selbst bei Regen und Blitz bleibt sie cool und hat den Masterplan in der Tasche. Sie liebt es, sich in die Themen der Jugend zu vertiefen und kann stundenlang lauschen. Ab und zu zieht sie sich zurück und genießt das Spektakel aus der Ferne. Doch schwuppdiwupp ist sie wieder mittendrin, genau da, wo es brennt. Mit Regine geht einfach nichts schief!

Johnny – Unser mutiger Vierbeiner ist fast immer mit von der Partie! Als echter Hütehund hält er die Gruppe zusammen. Nachts schlüpft er in die Rolle des Bodyguards. Morgens werden wir zuverlässig von ihm geweckt, und er legt sich gerne mit Moskitonetzen an. Kuscheln? Oh ja, das liebt er, am liebsten mitten im Geschehen. Auf unseren Wanderungen trägt er sein eigenes Futter mit Stolz. Aber Vorsicht! Wasser ist sein Erzfeind. Schon ein nasser Bart beim Trinken erfordert ein ausgiebiges Trockenritual. Mit großer Begeisterung findet er Kinder, die sich versteckt haben.
Gäste

Sonja Bagge – Heilpraktikerin, Naturcoach, Wassergießerin für Schwitzhütten und Feuerlaufleiterin. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren privat und beruflich mit Naturverbundenheit und ist völlig fasziniert davon, welche Wunder sich offenbaren, wenn wir solo mit der Natur im Einklang stehen und uns in ihrem Spiegel betrachten.

Marius ist Wildnispädagoge und hauptberuflich Erzieher in einer Kinder- und Jugendwohngruppe. Er hat einen grünen Daumen und hegt seinen Garten mit Liebe. Mit seiner gelassenen Aura und seinem offenen Blick ist er ein echtes Must-Have! Er genießt es, Geschichten am Lagerfeuer zu lauschen. Ob stille, achtsame Momente oder turbulente Spiele – Marius ist dabei! Und die Geometrie der Natur hat ihn voll im Bann. 🌿🔥
Einblicke in Chrissis spannende Lebensreise

“Wenn ich meine eigene ursprüngliche und unbeeinflusste Natur kennen lernen und zurück zu meiner Intuition kommen will, dann muss ich raus in das, was unbeeinflusst und natürlich geblieben ist.”
Christina Blohm
Diese Erkenntnis war wohl einer der prägendsten Momente, als ich in meiner Studienzeit in meinem Wohnheimszimmer saß und aus dem Fenster zu den Lindenbäumen schaute.
Es war die Initialzündung für meinen weiteren Weg. Aber schon vorher zog es mich raus. Hier ein paar prägende Geschichten und mein Werdegang:
Die Lehren der Stichlinge
Als Kind hat mich die wilde Welt schon gepackt. Ich wollte raus in den Schnee, mit den Tieren sein, Sonnenuntergänge betrachten und in jedem Tümpel Frösche und Kröten fangen. Meine Freundin und ich versuchten Stichlinge aus unserem Dorfbach zu fischen und kamen auf immer neue Methoden. Wir lauerten ihnen auf, nahmen wahr, dass sie sich gerne hinter Steinen verstecken, fingen sie mit den Händen, mit kleinen Angeln und nicht zuletzt mit einer großen Molle (Ovaler Korb) mit einer alten Gardine drin. Wir gingen mit nackten Füßen durch den Fluss, sahen Eintagsfliegenlarven und lernten unseren Dorfbach unter dieser einen Brücke ganz besonders gut kennen. Wir verbrachten viele Stunden und Tage mit den Stichlingen. Wir tauchten tief ein in ihre Welt. Und mit dem Versuch sie zu fangen, lernten wir unsere Nachbarn, die Fischleute sehr gut kennen. Die Stichlinge verhalfen uns zu Kreativität. Und so lernten wir unsere Frustationstolleranz. Denn etliche Angelversuche gingen schief.
Meine erste Begegnung mit einer Wildnispdädagogin
In der neunten Klasse machte ich ein Praktikum bei der Wildnispädagogin Ulrike Rodriguez. Sie ließ mich meine erste eigene Laubhütte bauen, in der ich gleich zwei Nächte übernachten durfte. Wir standen früh auf, um der Morgenstimmung am See zu lauschen, identifizierten Vögel und Heilkräuter, ich suchte mir einen Sitzplatz. Ulrike brachte mir die Natur auf einer Art und Weise näher, wie ich sie bis dahin noch nicht kannte. Da war dieses feinsinnige, genaue Hingucken, Spuren lesen und Träume deuten, auch in mir. Die Verbindung von Lernen mit allen Sinnen und existenzielle Erfahrungen innen und außen ließ mich nicht mehr los.

Mein Werdegang
Nach dem Studium der Religionspädagogik und Gemeindediakonie in Freiburg im Breisgau, was mich meine Sinne für die innere Welt des Menschen schärfen ließ, arbeitete ich als Gemeindepädagogin
in der Kirchengemeinde Malchow und kehrte dafür wieder zurück in mein Heimatbundesland Mecklenburg.
Bald begann ich nebenbei die Ausbildung zur Wildnispädagogin in der Wildnisschule Wildniswissen. Da war sie wieder. Diese Verbindung von dem Ursprünglichen, Feinsinnlichen aber auch dem Handfesten.
Jetzt arbeite ich an der Beruflichen Schule in Malchow als Lehrerin und darf hier Jugendliche intensiv auf ihrem Lebensweg begleiten. Im Jahr 2018 lebte ich meinen Traum begann mir selbst mit Unterstützung von Freund:innen meine eigene Jurte zu bauen. Mittlerweile steht hier auch eine Gästejurte, die ich als Gesprächsjurte nutze. Das Leben hier ist anders, nicht zu vergleichen, hautnah an den Rehen, Wildschweinen und Kiebitzen.
Für die Ausbildung “Systemische Prozessarbeit in der Natur” bei Mart und Rebekka Rutkowski führte mich mein Weg nach immer wieder zurück in meine Studienstadt Freiburg im Breisgau. Diese Ausbildung habe ich 2021 abgeschlossen.
Den letzten Teil der Ausbildung zur Wildnispädagogin absolvierte ich in einer Gruppe mit elf weiteren Teilnehmer:innen und unserem Lehrer Joscha Grolms in Schweden. Wir lebten im Mai und Juni 2021 einen Monat als Gruppe zusammen draußen, wendeten das in den vorher gelernten Wildnisausbildungen an und lebten unter extremen Bedingungen. Teilweise hatten wir nichts zum Essen und mussten dies selbst finden.
Mit meinem Erfahrungsschatz in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der gemeindlichen Arbeit, meiner Wildnispädagogikausbildung und der Ausbildung in systemischer Prozessarbeit, habe ich die Fähigkeiten erworben, Menschen in vielerlei Bezügen wahrzunehmen und wieder vertrauter mit dem Natürlichen aber auch mit ihrer eigenen Natur zu machen.
Wild zu sein bedeutet für mich…
Dankbar zu sein! Wach zu sein in jedem Moment, für die eigenen Emotionen, die Worte der Menschen, für die Gefahren und Herausforderungen im Hier und Jetzt, für die eigenen Bedürfnisse, für die Gruppe und für gute und schnelle Entscheidungen. Es bedeutet außerdem flexibel mit sich verändernden Situationen umzugehen, die eigene Komfortzone zu verlassen, die kindliche Freiheit zu leben und neugierig zu sein. Außerdem heißt wild sein entdecken, Wissen über Pflanzen und Tiere zu haben, die eigene Trägheit zu überwinden und sich einzufühlen. Dann wird es cool.